Heilpädagogisches Zentrum Hagendorn

Studienauftrag2017, 1.Rang
Ausführung2019-20

Das ehemalige Schulhaus an der Lorzenweidstrasse beeindruckt durch seinen aufstrebenden, turmartigen Baukörper und die konsequente Strenge der Fassadengliederung. Die rigide äussere Gliederung findet im Inneren in der elementaren strukturellen Disposition ihre konzise Entsprechung. Im Rahmen eines Studienverfahrens sollten Lösungen für eine Erweiterung des Gebäudes und die Ertüch­tigung für die kommende Nutzungsphase ausgearbeitet werden.

Das Projekt basiert auf der Überzeugung, dass unter den obengenannten Prämissen ein konventioneller Anbau, im Sinne einer ablesbaren Applikation an das bestehende Volumen, die Integrität des Bestands kompromittiert und aus dem Gleichgewicht bringt. Daher wurde entschieden, den Bestands­bau im Rahmen seiner eigenen Regeln zu ergänzen, nahtlos weiterzubauen und das Gebäude folgerichtig auf der Nordwestseite um eine zusätzliche strukturelle Schicht zu erweitern. Hierbei werden die genetischen Regeln von Symmetrie und struktureller Gliederung durch die spezifische Setzung der Fassadenöffnungen aufgenommen und in eine neue Einheit transponiert.